Buddy

Buddy

Buddy kam als Jundhund ins riesige Shelter „Kozhuhovo“ in Russland. Seine Angst war groß vor all dem Fremden… und doch sollte alles noch viel schlimmer kommen.

Die ersten Jahre traute Buddy sich nicht, seinen kleinen Zwinger zu verlassen. So bestand sein Leben aus 3 Quadratmeter Außenzwinger, den er sich mit anderen Hunden teilte. Als Schutz in den eisigen russischen Wintern und einzigen Ort, um sich etwas zu verstecken, gibt es in den Zwingern jeweils eine kleine Holzkiste von 1,5 Quadratmetern – dort war auch Buddy die meiste Zeit.

Doch irgendwann begann einer der anderen Hunde in seinem Zwinger ihn zu beißen. Der Streßpegel in einem Shelter mit ca. 3000 Hunden ist hoch und der Lärm enorm… und Buddy war einer, der sich gegen andere Hunde nicht durchsetzen konnte.

Die freiwilligen Helfer sahen die Not von Buddy und wussten, dass schnell etwas geschehen musste. Buddy kam in einen neuen Zwinger zusammen mit einer Hündin, die er kannte, und einem anderen Hund, der ebenfalls von seinen Zwingernachbarn gebissen wurde.
Die Drei verstanden sich und ab diesem Zeitpunkt musste Buddy keine Bisse mehr ertragen. Aber durch das Erlebte blieb seine Angst vor fremden Hunden, besonders vor jungen Rüden.

Die freiwilligen Helfer begannen mit ihm zu üben… denn sonst wäre sein ganzes Leben nur in diesem kleinen Käfig verlaufen – hinter Gittern und in seiner Angst gefangen.
Als sie Buddy an einem Tag mit in den Auslauf nehmen wollten, sahen sie das ganze Ausmaß seiner Angst – der mittlerweile erwachsene Buddy drückte sich in eine Ecke, zitterte am ganzen Körper und wimmerte vor sich hin.
Es war klar, Buddy konnte mit anderen Hunden im Auslauf nicht bestehen… aber dies ist die einzige Möglichkeit, damit Hunde dort wenigstens einmal in der Woche ihren Zwinger für kurze Zeit verlassen können.

 

Um Buddy doch wenigstens etwas Abwechslung zu ermöglichen, wurde er fortan einzeln von seiner Betreuerin an der Leine durch die Sheltergänge ausgeführt – einmal in der Woche für eine ½ Stunde etwas Bewegung.

 

Die Jahre vergingen… und Buddy wurde älter. Buddy lebte sein Leben in seinem kleinen Außenzwinger, durch eisige Winter, heiße Sommer und bei Wind und Regen… und irgendwann begannen seine gesundheitlichen Probleme. Buddy überstand einen Bandscheibenvorfall und hat heute keine Zähne mehr.
Buddy fällt nun die Futteraufnahme schwer, da es im Shelter nur Trockenfutter gibt. Seine Betreuerin gibt ihm Dosenfutter, wenn sie an einem Tag in der Woche im Shelter ist… und Buddy freut sich jedes Mal so sehr.

Doch, was ist 1 x in der Woche ein kurzer Spaziergang durch die Sheltergänge und 1 x in der Woche Dosenfutter? Es ist das, was Hunde wie Buddy am Leben hält… sie überleben lässt. Aber hat Buddy nicht endlich mehr verdient?

Keine eisige Kälte und ein paar Sägespäne in einer Holzkiste, sondern ein weiches Hundebett in einem warmen Zuhause… damit seine alten Knochen endlich etwas Erleichterung finden.
Kein hartes, minderwertiges Trockenfutter mehr, sondern Futter, was er aufnehmen kann und was ihm gut tut.
Endlich ein Zuhause, wo er umsorgt und geliebt wird… und keine Angst mehr vor den Übergriffen jüngerer und stärkerer Hunde haben muss.

Buddy ist freundlich zu Menschen… braucht aber Zeit, um Vertrauen zu fassen. Buddy war noch jung, als er ins Shelter kam. So kennt er nur das Leben im Shelter.
Buddy wird Zeit benötigen, um sich an etwas Neues zu gewöhnen. Doch mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen kann man sein Vertrauen und mit vielen Leckerlis auch das Herz des lieben Rüden gewinnen.

Buddy wurde ca. 2008 geboren und ist ca. 50 cm hoch. Er ist geimpft, gechipt und kastriert.
Er versteht sich gut mit seinen Artgenossen, aber junge Rüden machen ihm große Angst.
Buddy kennt das Laufen an der Leine.

Wir suchen, wie für all unsere Hunde, nur eine Endstelle für Buddy. Ob er sich mit Katzen verstehen würde, können wir leider nicht zuverlässig testen.

Bei ernsthaftem Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Team-Kollegin Daniela Bansche
eMail: d.bansche@tierschutz-miteinander.de
Tel.: 05371-687266